Portraitfotografie Kai Beller Fotograf Lübeck

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.
– Henri Cartier-Bresson –

Dieses Zitat des aus Südfrankreich stammenden Fotografen Henri Cartier-Bresson, inspiriert mich immer wieder aufs Neue. Unsere mediale Welt von heute ist schnell, kurzlebig und auf allen Ebenen überfrachtet. Vor diesem Hintergrund ist es ein großer Erfolg und etwas Besonderes, wenn man es schafft, das Zitat von Henri Cartier Bresson in die Tat umsetzen kann. Das ist mein fotografisches Ziel.

Als Fotograf sehe ich täglich viele wunderbare Bilder meiner Kollegen und Kolleginnen. Warum also noch selber fotografieren?

Die Fotografie ist neben der Musik ein Teil meiner Kindheit und Jugend. Damit bin ich groß geworden. Sie hat mich fast immer begleitet, so war und ist meine Lust auf das Festhalten von Ereignissen, schönen Momenten und Stimmungen ungetrübt.

Als visueller Gegenpol zur Musik ist das Fotografieren ein großer Baustein meiner Kreativität. Es ist der Versuch Ausdrucksstärke auch auf bildlicher Ebene zu erreichen .

Alles begann analog

Meine „Fotoaktivitäten“, begann mit dem Geschenk der ersten analogen Spiegelreflexkamera. Es war eine Porst CR 5. Sie war natürlich analog (1982) und durch und durch bodenständig ohne viel Schnickschnack…

Allein die Kamera  und die damalige Praxis der Entwicklung von Farbfotos, genügte mir allerdings nicht lange, um kreativ mit den Bildern umgehen zu können.

Glücklicherweise hatten wir in der Schule ein Schwarz-Weiß Labor. Jeder Schüler, der Mitglied der entsprechenden Foto-AG war, durfte am Nachmittag dieses Labor nutzen. Die eigene Entwicklung von Film und Fotos, die Erstellung von Negativen und Positiven begeisterte mich zunehmend. Ich sparte und investierte mein damals gespartes „Vermögen“ als damals 13 Jähriger in eine Grundausstattung für ein Schwarz-Weiß-Labor.

Nachdem ich nun neben Ilford Filmen und Entwicklerflüssigkeiten alles zusammen hatte, richtete ich mir in unserem 1 m² Gäste-WC ein kleines Labor ein. Mein Vater baute mir einen Klapptisch, den ich in dem ca. 1 Quadratmeter großen Raum herunterlassen konnte, sodass ich Platz für meine Belichtungslampe, drei Entwicklungsschalen und eine kleines Waschbecken für die letzte Entwässerung hatte.

Von nun an war meiner Kreativität im Bereich der S/W Fotografie keine Grenze mehr gesetzt und ich entwickelte im Laufe der Zeit weit über 300 Filme.

Ästhetik und Emotion als Fotograf

Fotografieren bedeutet für mich heute ein Stück Leben im Moment reproduzierbar zu machen und fest zu halten. Zeit ist ein sehr flüchtiges Gut und kommt nicht zurück. Vielleicht erscheint das Fotografieren vor diesem Hintergrund dem einen oder anderen als retroperspektiv sinnlos. Mir nicht ! Mich lässt es manchmal als Jäger fühlen und mit anderen Augen auf die Welt blicken . Immer auf der Suche nach dem Moment, der richtigen Situation, dem richtigen Licht.

Schön ist es, wenn man es schafft, mit schönen Bildern und Aufnahmen ein Gefühl zu transportieren und Erstaunliches auch erstaunlich wirken zu lassen.

Einen besonderer Stellenwert hat die Ästhetik der Fotografien. Schönheit liegt zwar immer im Auge des Betrachters, doch arbeitet man als Fotograf immer ambivalent an der richtigen Technik, am Licht und dem eigenen Gefühl von Schönheit.

Ich kann nur hoffen, dass Dir mein Stil der Fotografie gefällt…

Ich freue mich auf viele weitere Shootings, Begegnungen, Perspektiven und neuen Blickwinkeln und möchte mich bei den vielen Models und Menschen bedanken, die mich bisher begleitet haben!!

 

Eurer Fotograf aus Lübeck

Kai